Demeter legt den Entwicklungsbericht 2019/2020 vor. Unter dem Motto „Profil schärfen“ bilanziert er eine positive Entwicklung der biodynamischen Wirtschaftsweise. Die steigende Nachfrage spiegelt sich auch in den Sozialen Medien wider.

Durchweg positive Nachrichten sind im Demeter-Jahresbericht 2019/2020 zu finden. So ist das Unternehmen nach eigenen Angaben sowohl in der Fläche, als auch an Mitgliedern und beim Umsatz gewachsen: Es sind im Berichtszeitraum rund 100 Landwirte in Deutschland in die Demeter-Gemeinschaft eingetreten. Summiert bewirtschaften sie 93.000 Hektar Fläche.

Im Fach- und Einzelhandel sind knapp 800 neue Demeter-Produkte zu finden, der Umsatz pro Demeter-Betrieb ist durchschnittlich um 27 Prozent gewachsen. Der Demeter-Verein insgesamt hatte ein Jahresbudget von rund 7,3 Millionen Euro. Aufwärts ging es auch in den Sozialen Medien: Auf Instagram folgen Demeter derzeit knapp 24.000 Personen, auf Facebook zählt das Unternehmen rund 73.000 Abonnenten.

Das Aus für Plastikverpackungen

Inhaltlich war das Demeter-Jahr nach Angaben von Demeter-Vorstand Alexander Gerber „von intensiver Richtlinienarbeit, die für das biodynamische Wirtschaften zukunftsweisend ist“, geprägt. So sind beispielsweise Plastikverpackungen für Demeter-Obst und Gemüse vom 1. Januar 2022 an verboten. „Gerade in Zeiten, wo wir in die Breite wachsen, ist es unerlässlich, dass wir unser Profil schärfen“, formuliert Gerber das Bestreben.

Auch andere Produkte sollen langfristig umweltschonender verpackt werden. Als Meilenstein kann man sicherlich auch das neue Siegel „Zeit zu zweit für Kuh und Kalb“ bezeichnen. Das Gemeinschaftsprojekt der Demeter Heumilch Bauern und des Nutztierschutzvereins Provieh ist auf die kuhgebundene Kälberaufzucht ausgerichtet. Bislang ist es allerdings auf Süddeutschland begrenzt.

Umweltschutz auch in der Karibik

Ein globaleres Thema war der Anbau von Bananen. Derzeit werden auch Demeter-Bananenbüschel mit einem Plastiksack überzogen, um Schädlinge fernzuhalten. Beim Projekt Banelino in der Dominikanischen Republik wurde nun vollkompostierbares Papier anstatt Plastik verwendet. Bilanz: Auf 140Hektar werden durch die Papierbeutel jährlich rund 43.140 Kilo Plastik vermieden.

Der Jahresbericht kann hier heruntergeladen werden.