Auf Initiative des seit 28 Jahren bestehenden Vereins „Unternehmensgrün“ haben mehr als 870 Unternehmen einen Aufruf unterschrieben. Mit diesem fordern sie, trotz Corona die gesteckten Ziele in Sachen Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz nicht aus den Augen zu verlieren und neue Allianzen zu schmieden.

Zahlreiche Unternehmen der Bio-Branche haben sich dem Aufruf des Vereins Unternehmensgrün „Unternehmen zusammen für Nachhaltigkeit – wir bleiben dran!“ angeschlossen.

Acht Forderungen

Die Initiative hat einen Maßnahmenplan mit acht Forderungen aufgestellt. Dazu zählen unter anderem die Verknüpfung von Konjunkturprogrammen mit dem 1,5-Grad-Ziel und dem Europäischen Green Deal, der Aufbau eines Transformationsfonds für Investitionen in Klimaschutz, ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien, Investitionen in Infrastruktur für öffentlichen Personen- und Güterverkehr, sowie wirtschaftliche und medizinische Solidarität mit Entwicklungs- und Schwellenländern.

Denn aufgrund der Corona-Krise würden, so die Initiatoren, „bereits erste Akteure laut, die fordern, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen oder soziale Aspekte in Lieferketten auszusetzen. Daher braucht es ein starkes Signal aus der Wirtschaft heraus, dass die Unternehmen auch weiterhin hinter sozialen und ökologischen Maßnahmen stehen.“ Denn: „Klimaschutz, Solidarität und Corona lassen sich nicht gegeneinander aufrechnen!“  (streichen)

Blick fürs Wesentliche

Zu den Unterstützern zählen Unternehmen wie Alnatura, Bioland, Weleda, die GLS Bank, Salus, Vaude und verschiedene Bio-Verbände. Jüngster Unterzeichner ist für Tegut Geschäftsführer Thomas Gutberlet: „Zwar hat Covid 19 in den letzten Monaten gelernte Abläufe durcheinandergewirbelt und die Welt, wie wir sie kannten, auf den Kopf gestellt.

Aber durch die daraus resultierenden neuen Aufgaben dürfen wir den Blick für unsere wesentlichen Ziele, denen wir verpflichtet sind, nicht verlieren. Deshalb habe ich den Aufruf der Initiative gern unterschrieben“, begründet er den Anschluss.