In einem Jahr klimaneutral: Followfood setzt Zeichen

Nicht erst in 30 Jahren, wie es die Europäische Union beabsichtigt, sondern bereits nächstes Jahr will die Followfood GmbH aus Friedrichshafen klimaneutral sein und damit ihren Beitrag im Kampf gegen die Erderwärmung leisten.

Die EU-Staaten streben ein klimaneutrales Europa bis 2050 an, auch Unternehmen wie der britische Öl- und Gaskonzern BP, die Deutsche Post DHL und Thyssenkrupp haben dies bereits verkündet. Für den Klimaschutz reiche das aber nicht, befindet Followfood, und hat sich daher verpflichtet, 2021 zum klimaneutralen Unternehmen zu werden. Die Umsetzung soll mit Unterstützung von Myclimate Deutschland erfolgen, das Kooperationspartner für CO₂-Kompensationsmaßnahmen ist.

Demnach sollen ab 2021 nicht nur sämtliche 95 Produkte klimaneutral gestellt werden, sondern auch die Verwaltung und alle Transportwege. Wie das Unternehmen meldet, werde es dafür circa 25 Prozent des Gewinns aus dem Jahr 2019 in nachhaltige Baumpflanzprojekte in Nicaragua investieren, darüber hinaus werde künftig auch in nachhaltige Energieprojekte investiert.

Ab Mitte 2020 werde Followfood außerdem für jedes Produkt einen ökologischen Fußabdruck mit Informationen zu Wasser- und Bodenverbrauch, toxischen Stoffen et cetera veröffentlichen. Transparenz gehört zum Markenkern des Unternehmens: Bei Gründung 2007 hatte das Unternehmen mit der Marke Followfish einen Tracking-Code auf jeder Verpackung eingeführt, mit dem Konsumenten alle Lieferanten und Beschaffungswege der Produkte und ihrer Bio-Zutaten online abrufen und nachvollziehen können.

2019 wurde die Bodenretter-Initiative gegründet, um Landwirte zu unterstützen, die ihre Biolandwirtschaft in Teilen oder komplett auf regenerative Landwirtschaft umstellen wollen. Insgesamt wurden bislang 50.000 Euro aus dem Fonds gezahlt. Um die Mittel für die Initiative zu erhöhen, seien ab diesem Jahr sämtliche Nicht- Fisch-Produkte Teil der Bodenretter-Range. Nach Angaben von Followfood fließen fünf Cent pro Packung des TK-Biogemüses, der TK-Biopizzen und des TK-Bio-Gemüse-Frucht-Eis‘ sowie 50 Cent pro Flasche des Bioweins in die Förderung solcher Projekte.