Für die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) fordert deren Vorstand, Dr. Alexander Beck, veränderte Verhaltensmuster nach der Corona-Pandemie zu wahren. Denn sie könnten dazu beitragen, die Umweltkrise zu bewältigen.

„Überschaubare, regionale Strukturen schaffen, die Vorteile der Digitalisierung ausschöpfen und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft übernehmen“, sind nach Ansicht von Dr. Alexander Beck, geschäftsführendem Vorstand der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (aoel.org), Herausforderungen, die durch die Corona-Krise verstärkt angegangen wurden und die es nun weiter zu bewältigen gelte. „Viele der Änderungen in unserem Verhalten und in unseren Werten sind eine Chance – auch für die Bewältigung der Umweltkrise“, bilanziert Beck. Denn es habe sich nicht nur gezeigt, welche zentrale Bedeutung die Versorgung mit Lebensmitteln habe. Sondern auch, dass globales Denken und regionales Handeln vereinbar seien.

„Grüner Deal“ als Meilenstein

Nach dem Corona-Trend zur Regionalisierung dürfe es „kein Zurück zum ‚business as usual‘ geben“, sondern nur ein „Vorwärts in eine robuste, grüne Umgestaltung“. Ein Meilenstein hierfür sei der „Grüne Deal“ der Europäischen Union (EU).

Mit dem Grünen Deal will die EU den klima- und umweltbezogenen Herausforderungen begegnen, um im Jahr 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr zu haben. Dafür sind nach Angaben der Europäischen Kommission „erhebliche Investitionen; vor allem in der Landwirtschaft, unter anderem zur Bewältigung größerer ökologischer Herausforderungen wie Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung“ notwendig.

Zusammenarbeit stärkt

Die EU-Maßnahmen und Förderungen im Rahmen des Grünen Deals gepaart mit einem „nachhaltigen Wirtschaften, einem modernen, nachhaltigen Lebensstil und Veränderungen in unserem Konsumverhalten“, bieten laut Beck „eine echte Chance für eine Umgestaltung“.