Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Kloeckner, CDU, bei der Preisverleihung Oekologischer Landbau im Rahmen der Internationalen Gruenen Woche ( IGW ). Berlin, 23.01.2020. Copyright: Janine Schmitz/ photothek.net/ Bundesministerium fuer Ernaehrung und Landwirtschaft

Zur besseren Vermarktung regionaler Produkte können sich Landwirte, Handel, Verbände und Kommunen Unterstützung holen. Das BÖLN bietet bietet dazu unterschiedliche Maßnahmen an, die auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten sind.

Mit der Umsetzung und Durchführung des „Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft“ (BÖLN) ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beauftragt. Dort ist auch die Geschäftsstelle (GS-BÖLN) angesiedelt, die für Schulungs-, Aufklärungs- und Informationsmaßnahmen sowie Forschungsförderung und Internetportale im Bereich Ökolandbau und Nachhaltige Landwirtschaft zuständig ist. Aus Mitteln des BÖLN realisierte die Geschäftsstelle das Zentrale Internetportal Ökologischer Landbau www.oekolandbau.de, wo neben den Ergebnissen des Bundesprogramms alle Informationen rund um den Ökolandbau zielgruppengerecht aufbereitet zur Verfügung stehen, darunter über 60 Unterrichtseinheiten für Lehrer. Die Seite verzeichnet inzwischen über 650.000 Besucher pro Jahr.

Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Darüber hinaus identifiziert das BÖLN Forschungsbedarf, wirbt Forschungsprojekte ein, prüft sie auf Relevanz, Praxisnähe und Kosten-Nutzen-Relation, finanziert sie und begleitet sie bis zum Abschluss. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis sorgt das Bundesprogramm für einen intensiven Wissensaustausch durch Beraternetzwerke, Exkursionen, Vorträge, Demo-Netzwerke und vieles mehr.

Zur Stützung des Erzeugersektors gibt es beispielsweise einen Zuschuss zur Umstellungsberatung: Konventionell wirtschaftende Betriebe können sich vor und während der Umstellung individuell beraten lassen. Ökologisch wirtschaftende Unternehmen, Vereine und Verbände können für ihre Auftritte auf überregionalen oder internationalen Messen und Ausstellungen – schwerpunktmäßig Fachmessen der Ernährungs- und Landwirtschaft – gefördert werden. Ziel ist es, mehr Akzeptanz für eine ökologische und nachhaltige Produktion zu erreichen, indem dem Messepublikum gezielt fundierte Informationen vermittelt werden.

Umfangreicher Wissenstransfer

Im Rahmen der Förderrichtlinien wurden verschiedenste Projekte, darunter über 2000 Messeauftritte und mehr als 160 Aktionen zur Informations- und Absatzförderung, wie beispielsweise Großveranstaltungen für Verbraucher, um Kunden auf den Geschmack von “Bio” zu bringen. Außerdem wurden über 600 Betriebe im Zuge ihrer Umstellung auf ökologischen Landbau gefördert.

Die Zielsetzungen, Zielgruppen und Fördersätze der Richtlinien sind unterschiedlich. Grundsätzlich sollen relevante Wissens- und Erfahrungslücken für nachhaltige und ökologische Wirtschaftsformen geschlossen werden. Zudem geht es um die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ökologisch und nachhaltig erzeugter Produkte innerhalb des gesamten Bio-Wertschöpfungsprozesses, der speziell bei pädagogischen Angeboten für Kinder, Auszubildende und Studenten im Mittelpunkt stehen kann.

Über Ausschreibungen und Bekanntmachungen wurden mittlerweile über 1000 praxisorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 150 Millionen Euro unterstützt und realisiert. Seit 2005 fanden über 4200 Wissenstransferveranstaltungen für Praktiker zur Verbreitung von Forschungsergebnissen statt.

Pro Jahr gibt es mehr als 120 Seminare für verschiedene Fachleute, rund 100 Publikationen stehen zur Verfügung, darunter 40 kostenlos bestellbar. Die rund 250 Biobetriebe im bundesweiten Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau verzeichnen etwa 400.000 Besucher pro Jahr. Seit 2001 wurden beim Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau insgesamt 60 Betriebe für ihre außergewöhnlichen Konzepte gewürdigt.